Seereederei "Frigga"
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Ich bin von 1972 - 1979 als Technischer Assistent auf den Schiffen Baldur, Fritz Thyssen, Thor und Widar gefahren.

Die Gründungsurkunde der Seereederei “Frigga

Frigga-Urkunde1

Frigga-Urkunde

Alle Schiffe und Beteiligungen der Seereederei “Frigga”

Dienstzeit bei Frigga

Baujahr

Dienstzeit bei Frigga

Baujahr

 

1921 - 1923 DS Harald

(1904)

1956 - 62 DS August Thyssen

(1943)

1921 - 1925 DS Baldur

(1921)

1954 - 71 MS Hödur 

(1954)

1922 - 1940 DS Heimdal

(1921)

1957 - 72 MS Vale

(1957)

 

1922 - 1926 DS Odin

(1921)

1958 - 70 MS Otto Springorum

(1958)

 

1922 - 1944 DS Thor

(1922)

1958 - 66 MS Fritz Thyssen 

(1958) 

1924 - 1927 DS Braga

(1901)

 

1958 - 69 MS Rheinstahl

(1958

 

1923 - 1943 DS Aegir

(1923)

1958 - 69 MS Arenberg

(1958)

1927 - 1940 DS August Tysssen

(1923)

1958 - 69 MS Albert Vögler 

(1958) 

 

1924 - 1962 DS Frigga

(1924)

 

1959 - 69 MS Anita Tyssen

(1959

1929 - 1944 DS Odin

(1928)

1959 - 64 MS Albert Janus

(1959)

1933 - 1940 DS Albert Janus

(1928)

 

1963 - 73 MS Frigga

(1963

1929 - 1940 DS Baldur

(1929)

 

1965 - 82 MS Odin 

 

1936 - 1941 DS Widar

(1935)

 

1965 - 83 MS Fritz Thyssen 

(1965) 

1936 - 1942 DS Hödur

(1913)

 

1966 - 78 MS Baldur

(1966)

 

1938 - 1940 DS Brage

(1937)

 

1968 - 91 MS Aegir

(1968) 

1939 - 1956 DS Hermod

(1922)

1968 - 91 MS Brage

(1968

1940 - 1945 DS Vale

(1939)

 

1971 - 84 MS Widar

(1971)

 Abbruch in Chittagong

1941 - 1944 DS Albert Janus

(1916)

1973 - 84 MS Thor

(1972)

1950 - 1958 DS Thor

(1918)

1973 - 85 MS Hermod

(1973) 

1952 - 1964 MS Odin

(1951)

 

 

 

1952 - 1964 MS Baldur

(1951)

 

 

 

1953 - 1967 MS Widar

(1953)

 

1954 - 1963 DS Heimdal

(1944)

 

 

1955 - 1966 MS Aegir

(1955)

 

 

 

1956 - 1966 MS Brage

(1956)

 

 

 

Die Gründung der Reederei der Seereererei “Frigga”

Nach dem ersten Weltkrieg wurde Aufgrund des schnell steigenden Bedarfs an Kohle und Erz und der Abhängigkeit von ausländischen Reedereien, am 9. Dezember 1920 wurd die Seereederei “Frigga” Aktiengesellschaft unter Führung der Westfälischen Transport Aktien Gesellschaft mit einem Grundkapital von 10 Mio. RM Mark gegründet. Karl Diedrichs, Generaldirektor der Westfälischen Transport AG, knöpfte die Verbindungen zu maßgeblichen Unternehmen der deutschen Kohleerzeuger und Stahlindustrie, die auf diese Weise die Rohstoffversorgung ihrer Betriebe sichern wollten.

Aufbau

Das erste Schiff der Reederei war das 1904 in England gebaute und im Oktober 1921 aus den Niederlanden gekaufte Schiff Baldur (3.100 tdw). Schon das zweite Schiff, die Heimdale (3.300 tdw), war ein Neubau im Auftrag der Reederei. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde das Aktienkapital mehrmals erhöht und im Zuge der Währungsreform umgestellt. 1939 belief sich das Kapital auf 6,6 Mio. RM. Die Flotte wuchs auf 12 Schiffe. Die Anteilseigner waren zu diesem Zeitpunkt:

  • Westfälische Transport-AG (25 %),
  • Frachtcontor GmbH (25 %),
  • Vereinigte Stahlwerke AG (42,42 %)
  • Hoesch AG (7,58 %)

Aktie der Frigga von 1954

Während des Krieges stand die Reederei unter staatlicher Zwangsbewirtschaftung. Alle Schiffe gingen durch Kriegseinwirkung verloren. Zwei der Schiffe konnten danach gehoben und nach einigen Schwierigkeiten von den Alliierten zurückerlangt werden. Für kurze Zeit führte die Frigga gewissermaßen das Flaggschiff der deutschen Handelsmarine, als Ende 1949 das 8.430 tdw Schiff Frigga, als zu dieser Zeit größtes deutsches Handelsschiff, seinen Dienst wieder aufnahm. Die Flotte der Frigga wurde in der Folgezeit kontinuierlich ausgebaut, bis hin zu drei 145.000 tdw Massengutfrachtern. Die Reederei besaß zu Spitzenzeiten 12 eigene Schiffe und bereederte fünf weitere Schiffe im Eigentum der Rheinstahl AG und der Thyssen AG in Bareboat Charter über Tochtergesellschaften.

Daten von Wiki übernommen.

Der Niedergang

Ende der 1960er Jahre verloren die Kohlefrachten an Bedeutung. Darum wurden die Anteile entsprechend dem veränderten Nutzen der Reederei für die Eigner neu verteilt. Die Anteilseigner hatten sich bis dahin durch Unternehmensfusionen oder übernahmen bereits verändert. Ab 1970 gehörte die Frigga zu je einem Drittel der August Thyssen-Hütte AG, der Hoesch AG und der Beteiligungsgesellschaft KMR (Krupp, Mannesmann, Rheinstahl). 1970/71 wurde von Blohm & Voss mit der Widar (79.000 BRT, 146.000 tdw) der größte Trockenfrachter unter deutsche Flagge gebaut und an Frigga abgeliefert. Ab Ende der 1970er Jahre brach auch das Stahlgeschäft ein und gleichzeitig wirkten sich der steigende Ölpreis und Standortnachteile einer deutschen Reederei zunehmend aus. Die spezialisierten Schiffe der Frigga Flotte konnten kaum für andere Frachten benutzt werden. Durch die übernahme von Rheinstahl wurde Thyssen 1977 größter Aktionär. Die Anteilseigner benötigten die Transportkapazität ihrer Flotte immer weniger und waren an einer Umorientierung des Unternehmens nicht interessiert, statt dessen wurde die Flotte immer weiter reduziert.

Im Oktober 1984 fassten die Aktionäre den Entschluss, den Reedereibetrieb einzustellen. Die 15 Mitarbeiter der Verwaltung und noch 160 Personen des fahrenden Personals wurden überwiegend in andere Tätigkeiten vermittelt. Die AG wurde in eine GmbH umgewandelt und 1989 der Sitz des Unternehmens nach Tangstedt verlegt. Die beiden letzten Schiffe Aegir und Brage (je 82.325 tdw) wurden nach Panama ausgeflaggt und von C.F Ahrenkiel GmbH & Co bereedert. 1991 wurden auch die letzten Schiffe verkauft und die Seereederei Frigga 1993 schließlich aus dem Handelsregister gelöscht.

Daten von Wiki  übernommen.

Thorx